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GamesSphere » Interview 1466566

   Interview mit Hendrik Dirks
 



(10. September 07) GamesSphere Redaktion:

Interview
- mit Hendrik Dirks von Kampf-um-Mittelerde

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Kampf-um-Mittelerde - Das ist nicht etwa die Browsergameausführung von Der Herr Der Ringe, sondern vielmehr ein Strategiespiel mit mittelalterlichem Flair. Auf drei Servern, von denen einer kurz vor dem Reset steht (01.10.) tummeln sich insgesamt mehr als 18.000 Accounts mit denen sich der Spieler bekriegen, aber auch verbünden kann. Wir sprechen mir dem Entwickler und Betreiber Hendrik über sein Spiel, zukünftige Entwicklungen in Kampf-um-Mittelerde, das neue Feature "Quests" und über eine eventuelle Internationalisierung.
 
GamesSphere: Schönen guten Tag Hendrik. Wir freuen uns, dass Du heute Zeit für uns gefunden hast.
Dein Spiel Kampf-um-Mittelerde ist schon recht bekannt in der Browsergamewelt, aber wer steckt denn nun dahinter? Erzähl unseren Lesern doch mal, wer Du bist und was Du neben KuM so alles machst.

Hendrik: Hallo, ich bin 21 Jahre alt, wohne in Münster und studiere Mathematik (mit BWL) und Informatik.
Meinen Tag verbringe ich größtenteils in der Uni und in meiner Freizeit mache ich viel Sport.
Ansonsten habe ich ein gewöhnliches Studentenleben mit allem was dazu gehört.


Gamessphere: Wie kam es dazu, dass du 2003 Kampf-um-Mittelerde als Browsergame programmiert hast?

Hendrik: Ich habe damals schon gern programmiert und bin dabei auf ein Browsergame gestoßen.
Dann habe ich mich gefragt, wie sowas denn eigentlich funktionieren könnte.
Dadurch ist die Idee gekommen, mal ein eigenes Browsergame zu schreiben.


GamesSphere: Auf welches Browsergame bist Du denn damals gestoßen?

Hendrik: Puhh! Lass mich kurz überlegen.. ich glaube, es war "Garathor", bzw. "The Crown"

GamesSphere: Nun aber zum eigentlichen Spiel. Was ist Kampf-um-Mittelerde eigentlich und was macht es Deiner Einschätzung nach zu etwas besonderem?

Hendrik: Kampf-um-Mittelerde ist ein Strategiespiel, das in einer fiktiven mittelalterlichen Welt spielt.
Zu Beginn wählt man eine der 8 Rassen, welche jeweils Stärken und Schwächen haben.
Dann muss man, angefangen mit einem kleinen Dorf, ein ganzes Königreich aufbauen.
Der Krieg zwischen den verschiedenen Gesinnungen macht dann einen Großteil des späteren Spielverlaufs aus.
Ich denke, KuM zeichnet sich zum einen durch die spielerische Vielfalt und zum anderen durch eine sehr großen Community aus.







GamesSphere: Wie lange hast Du damals für die Programmierung gebraucht, was hat sich seit dem getan und wieviel Zeit pro Tag steckst Du in KuM?

Hendrik: Ich denke, Stillstand ist Rückschritt, also befindet sich das Spiel in einer ständigen Weiterentwicklung.
Ist eine neue Version online, dann gibt es meistens aus der Community schon hundert neue Ideen für die nächste.
Ich versuche dabei in der Entwicklung stark auf die Community einzugehen. Natürlich richtet sich die Entwicklungszeit nach mir, während des Semesters habe ich am Tag vielleicht 1 - 2 Stunden Zeit. Die meisten Fortschritte gibt es deshalb immer in meinen Semesterferien.

GamesSphere: Die Community dürfte im Laufe der Jahre schon ziemlich groß geworden sein. Hast du 2003 damit gerechnet, dass KuM so erfolgreich wird?

Hendrik: Nein, absolut nicht. Am Anfang spielten auch nur Freunde von mir mit.
Es hat sich dann aber schnell über Mundpropaganda, Spieleforen und Gaming-Sites rumsprochen.

GamesSphere: Vor kurzem ist das erste "Quest" bei KuM gestartet. Was haben wir uns darunter vorzustellen?

Hendrik: Wir haben uns beim Sommertreffen 2007 sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie man das Spielgeschehen auflockern könnte.
Dabei herausgekommen ist unser erstes Quest - "Der Stadt der Götter". Teilnehmen können alle Spieler eines Landes, indem sie versuchen die "Stadt der Götter" anzugreifen und einzunehmen. Für die 10 Spieler, die das am längsten schaffen haben wir Preise im Wert von mehr als 150€ bereitgestellt.

GamesSphere: Wer sind "wir" und willst Du nach dem Studium auch hauptberuflich weiter in der Browsergameszene aktiv werden?

Hendrik: "Wir" - damit meine ich das Kampf-um-Mittelerde Team. Angeführt von den Admins Ninuaneh und Baccano, dann die Gamemaster Lazai, Malothar, timoe, Druide, Chosen One und Kimmi, die Supermoderatoren Azzieh,Shinobi und Joso und schließlich die Moderatoren Veldorn, Azzaroth und Maddy. Mein Studium dauert wohl noch ein wenig, da ich erst ins 3. Semester komme.
Allerdings könnte ich mir vorstellen danach weiter in der Szene aktiv zu bleiben.

GamesSphere: Was ist Deiner Meinung nach das Herzstück von KuM, von der Community mal abgesehen?

Hendrik: Dass wir uns von den großen Anbietern dadurch abheben, dass man sich bei uns keinen Vorteil erkaufen kann.
Alle großen Spiele bieten ihren Spielern die Möglichkeit, sich in irgendeiner Art und Weise einen direkten Vorteil zu erkaufen sei es durch stärkere Soldaten, schnellere Bauzeiten oder besseren Rohstoffertrag. Wir bieten zwar auch einen Premium-Account an, jedoch bietet dieser nur Werbefreiheit und viele zeitsparende Maßnahmen. Bei uns hat kein Premium-Spieler einen erkauften Vorteil.

GamesSphere: Was wird uns in naher Zukunft bei Kampf um Mittelerde neues erwarten?

Hendrik: Wir planen im Moment die 3D-Version von Kampf-um-Mittelerde, die mit der Kampf-um-Mittelerde Version 4.0 implementiert wird.
Außerdem feiern wir im nächsten Jahr unser 5-jähriges Bestehen, bei dem schon jetzt jede Menge tolle Aktionen anvisiert sind.

GamesSphere: Erzähl uns doch noch ein wenig mehr zu der 3D-Umsetzung von KuM. Wie wird das Ergebnis aussehen, wann wird es soweit sein und welche Technologie werdet ihr dafür verwenden?

Hendrik: Wir wollen die Karte, und die Städte stärker miteinander vernetzen. Die Gebäude sollen z.B. direkt auf der Karte baubar sein.
Für die Umsetzung wollen wir natürlich verstärkt Ajax einsetzen, das allerdings schon jetzt in vielen Spielteilen zum Einsatz kommt.

GamesSphere: Abschließend noch zwei Fragen: Habt Ihr schonmal über eine Internationalisierung von Kampf um Mittelerde nachgedacht?
Außerdem würde uns eine Einschätzung der aktuellen Browsergameszene sehr interessieren. Was hälst Du von der Entwicklung auf dem BG-Markt?

Hendrik: Zur Internationalisierung kann ich nur sagen: "abwarten"! An dieser Front wird es schon sehr bald Neuigkeiten geben.
Die Entwicklung auf dem Browsergame-Markt sehe ich leider eher negativ. Dies liegt, wie gerade schon ausführlich erklärt, an der Möglichkeit, sich einen Vorteil zu erkaufen, die immer mehr Games anbieten.
Ich hoffe, dass die Nutzer irgendwann auch selbst einsehen, dass bei einem Spiel nicht derjenige gewinnen sollte, der am meisten Geld hat.

GamesSphere: Vielen Dank für Deine Zeit, Hendrik, und weiterhin viel Erfolg mit Kampf um Mittelerde!

Hendrik: Danke auch an Euch für das Interview!


 


 
   
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