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Gladiatus angespielt und hinterfragt
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(04. August 07) Nils Freitag, GamesSphere Redaktion:
Gladiatus angespielt und hinterfragt
Wir haben das Spiel Gladiatus angespielt und mit Klaas Kersting, Geschäftsführer der Gameforge AG gesprochen.
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Zu einem der populärsten Newcomer des Jahres im Bereich Browsergames gehört zweifelsohne das Spiel Gladiatus aus dem Hause Gameforge.
Die Meldung seitens des Betreibers, dass Gladiatus bereits nach 7 Wochen 1Mio. aktive User zu verzeichnen hat, war Grund genug für uns
das Spiel einmal selbst anzuspielen.
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Nachdem wir die obligatorische Anmeldeprozedur durchlaufen haben, finden wir uns in einem optisch angenehm gestalteten Hauptmenue wieder.
Wir bekommen unseren Gladiatorenkämpfer zum ersten Mal zu Gesicht und sind schon ganz heiß darauf anderen Spielern schwertschwingend den
Gar auszumachen. Vorher wollen wir uns jedoch etwas umsehen.
Das Charaktermenue ist nach dem klassischen RPG-Vorbild gestaltet. Neben dem Avataren unseres Helden sehen wir unser Inventar, unsere Ausrüstung
und die Skills des Kämpfers. Die Fähigkeiten sind aufgeteilt in Stärke, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Konstitution und Charisma. Per MouseOver
erfährt der Spieler, was die unterschiedlichen Fähigkeiten nützen und bewirken.
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Zudem finden wir im Charaktermenue die Anzeige unseres derzeitigen Levels, sowie unserer Erfahrungspunkte. Die Menuepunkte Nachrichten,
Gilde und Highscore interessieren uns ersteinmal weniger, drum wenden wir uns der Stadt zu. Hier finden wir alle wichtigen Gebäude, wie den Händler,
die Arena und die Taverne. Als erfahrene RPGler begeben wir uns zuallerst in die Schenke und sprechen mit dem Wirt.
Dieser drückt uns auch sogleich eine Aufgabe auf, die uns vorgibt den Piratenhafen zu untersuchen.
Wir wagen uns also zum ersten Mal aus der Stadt heraus und begeben uns zu dem vom Wirt beschriebenen Hafen. Dort müssen wir 10min unserer
Zeit verbringen, um anschließend die Gegend als erkundet bezeichnen zu können. Ab gehts zurück zum Wirt und Belohnung abkassieren!
Von diesem erhalten wir einen netten kleinen Obolus, den wir unter dem Punkt Training sofort in die Verbesserung unserer Fähigkeiten stecken.
Zurück beim Wirt werden wir aufgefordert einen Gegner in der Arena zu besiegen. Wir spurten also in die Arena, suchen uns einen Gegner heraus
und kloppen ihn nieder. Ha! Siegreich kehren wir zur Taverne zurück und verlangen großspurig unseren Lohn.
Nach dem Abschluss des Auftrages müssen wir eine Weile warten, bis wir den nächsten annehmen können. Je mehr Aufträge man beendet hat,
desto länger dauert es, bis der Wirt wieder etwas neues für uns zu tun hat.
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Unverrichteter Dinge begeben wir uns also wieder in die Arena und prügeln uns mit ein paar Kontrahenten. Dort können Premiumnutzer alle 5 und
Standartnutzer alle 15 Minuten einen Gegner herausfordern. Um unseren Gladiatoren nicht faul werden zu lassen, schicken wir ihn abwechselnd
in die Arena und auf Expedition. Expeditionen sind im Endeffekt nichts mehr, als der Kampf mit diversen Gegnern. Je nachdem, in welcher Gegend
man sich gerade aufhält, kämpft man gegen Wölfe, Seeräuber, Wachen oder Harpyen und erhält für einen gewonnenen Kampf Gold und Erfahrungspunkte.
Inzwischen sind wir eine Stufe aufgestiegen, haben ein wenig Gold gesammelt und wollen mal schauen, was die Shoppingmeile in Gladiatus so
zu bieten hat. Wir kaufen uns ein neues Schwert beim Waffenhändler und - da die Kämpfe schon gut an unseren Lebenspunkten genagt haben -
ein wenig zu essen im Gemischtwarenladen.
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Als wir uns nun wieder auf Expedition begeben wollen, müssen wir feststellen, dass dies vorerst nicht mehr möglich ist. Jede Expedition kostet
Expeditionspunkte von denen man stündlich einen hinzubekommt und 1-3 pro Expedition benötigt. Wir bewegen uns also wieder in die Arena
und duellieren uns noch ein bisschen, bis wir beschließen den Tag für heute zu beenden. Um auch die Nacht effektiv nutzen zu können,
gehen wir in den Stall, um dort als Stallbursche für einen guten Stundensatz zu arbeiten.
Am nächsten Tag sind unsere Expeditionspunkte wieder nahezu komplett aufgefüllt und unser Lohn für die Stallarbeit ist eingetroffen.
Nachdem wir eine weitere Aufgabe in der Taverne angenommen und mit dem Beschaffen eines Gegenstandes abgeschlossen haben, wollen wir erneut
unser Geld verprassen. Diesmal investieren wir das meiste davon in unsere Fähigkeiten und erwerben dazu noch ein neues Schild.
Questgegenstände erhält man i.d.R. nach dem ersten siegreichen Kampf gegen einen Gegner außerhalb der Stadt. Diese kann man sich dann über Nachrichten ->
Paket oder über einen Quicklink anschauen und ins Inventar übernehmen.
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Das Bewegen, Anlegen, Kaufen und Verkaufen von Items in Gladiatus funktioniert über Drag&Drop. Sämtliche Details zu Waffen oder Rüstungen, sowie
besonderen Gegenständen erfährt man per MouseOver.
Neben den bereits angesprochenen Gebäuden befindet sich in der Stadt zusätzlich noch ein Markt, ein Juwelier und ein Auktionshaus.
Augrund unseres bisher recht kleinen Budgets halten wir uns von dort jedoch erstmal fern.
Der nächste Tag verläuft gleich viel ertragreicher. Wir scheitern zwar an dem ein oder anderen Gegner, erhalten jedoch haufenweise Gold,
Erfahrungspunkte und Items.
Im weiteren Verlauf von Gladiatus erhält man mit steigender Stufe des Charakters Zutritt zu höheren Ligen in der Arena und bekämpft stärkere
Gegner auf den Expeditionen. Der Beitritt in eine Gilde ermöglicht zudem den Zutritt zu neuen Gebäuden und die Verbesserung seiner Ausrüstung.
Gladiatus ist optisch angenehm gestaltet ohne aufdringlich zu wirken. Die Navigation ist praktisch und intuitiv organisiert und für jeden
leicht verständlich. Der Aufbau und die Weiterentwicklung des eigenen Gladiatoren, sowie das Streben nach einer guten Platzierung sorgt
für eine längerfristige Motivation. Für mich als Geschichtsfanatiker ist es ein wenig enttäuschend, dass die römischen Götter, die für die Menschen
des damaligen Roms eine wichtige Rolle spielten, in Gladiatus keinerlei Erwähnung finden. Für all jene Browsergamefans die sich gerne im Genre
PvP (Player versus Player) bewegen und Spass am Leveln und Ausrüsten ihres Helden haben, ist Gladiatus genau richtig. Ich empfehle jedoch
allen, die bei Gladiatus wirklich Erfolg haben wollen, sich einen Premiumaccount zuzulegen und vllt den ein oder andere €uro in Rubine
zu investieren. Andernfalls benötigt man sehr viel Zeit und Geduld, um bei Gladiatus wirklich vorne mit dabei sein zu können.
Kurzinterview zu Gladiatus mit Klaas Kersing, Geschäftsführer der Gameforge AG:
GamesSphere: Was ist seit Eurer spektakulären Meldung, dass Gladiatus mehr als eine Millionen aktive User beherbert, geschehen? Was habt Ihr verbessert und/oder weiterentwickelt?
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Klaas Kersting: Bei 'Gladiatus' handelt es sich zunächst einmal um ein brandneues Spiel. Somit konzentrieren wir uns so kurze Zeit nach Launch auf die Beseitigung eventueller Bugs, die erfahrungsgemäß erst dann erkannt werden, wenn ein Spiel unter voller Last läuft. Da wir natürlich wissen, was wir unseren Spielern schulden, werden wir rechtzeitig bevor die vielfältigen Spielmöglichkeiten von Gladiatus ausgeschöpft sein werden, für eine Spieleerweiterung sorgen.
Im Moment - wir haben die Hundstage und ein großer Teil der potenziellen Spieler tummelt sich jetzt am Strand - haben wir die Werbemaßnahmen absichtlich zurückgefahren und dementsprechend ist der Zufluss an neuen Spielern jahreszeitbedingt geringer geworden.
GamesSphere: Wird in kommender Zeit die Provinz septimus (7. Server) eröffnen?
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Klaas Kersting: Auch das alte Rom machte mal kleine, mal größere Sprünge - unterbrochen von Perioden der Ruhe. Nachdem Cäsar das große Gallien erobert hatte, war es zunächst an der Zeit, die Eroberung zu konsolidieren, eine Verwaltung aufzubauen, Straßen anzulegen, die Pax Romana ins Land zu bringen. Erst nach dieser Konsolidierung kam der Sprung nach Britannien.
Wichtiger als ständig neue Server aufzustellen ist es, für einen sorgfältig ausgewogenen Spieler-Mix auf den bestehenden Servern zu sorgen. Die 7. Provinz wird voraussichtlich Ende August eröffnet werden.
GamesSphere: Wieviele Mitarbeiter der Gameforge AG betreuen derzeit das Projekt Gladiatus?
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Klaas Kersting: Gladiatus wird von einem Team von erfahrenen Entwicklern operativ betreut; ein dediziertes Team bereitet bereits gezielt ein Konzept für eine Spielererweiterung vor. Die Spieler-Community selbst ist darüber hinaus in den bewährten Händen unserer COMAs (Community Manager) gut aufgehoben. Unsere Community Manager nehmen sich aller Anregungen und Probleme unserer User an.
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GamesSphere: Wie erklärst Du Dir die Begeisterung für Gladiatus und welches sind die Kritikpunkte der Community?
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Klaas Kersting: Ich denke, Gladiatus besetzt ein Thema, dass jedem Spieler sofort vertraut ist. Jeder kennt das alte Rom, die Gladitorenkämpfe, 'Panem et Circenses', etc.. Selbst moderne Filme wie die neugedrehten Episoden von 'Starwars' greifen auf den Showdown in der Arena zurück. Jedi-Ritter gegen wilde Bestien und gegen Gladiatoren-Roboter. Der siegreiche Gladiator ist der Held der Menge. Wer mag nicht gerne Held sein. Außerdem: Gladiatus ist bewusst ein Spiel geworden, dass einen superschnellen Einstieg ermöglicht. Man kann die Spielbegeisterung bereits vom Tag 1 an förmlich mit den Händen greifen.
Zu Beginn gab es kleinere Schwierigkeiten mit dem Load Balancing der Server, was normal ist; dies konnte aber von unserem Systemadministratoren-Team schnell behoben werden. Ebenfalls gab es anfänglich Bugs, die Alpha- und Beta-Tests entgangen waren und erst unter voller Last auftraten. Auch diese sind zwischenzeitlich vollständig behoben worden.
Letztendlich wurde vereinzelt moniert, dass die Preise für einzelne In-Game-Items auf unterschiedlichen Spieleservern bei Gladiatus geschwankt hätten.
Dahinter verbarg sich eine kurzfristig aufgetretene Synchronisationsschwierigkeit bei der Abstimmung zwischen Billing-System und Spieleserver. Nicht zuletzt dank schneller Reaktion aus der Community heraus konnten wir auch dieses Phänomen schnell in der Griff bekommen.
GamesSphere: Wird das Spielprinzip von Gladiatus, welches Ihr auch grob in Eurem neuen Spiel Dark Pirates verwendet, weiterhin das Grundgerüst für neue Browsergames der Gameforge AG bilden?
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Klaas Kersting: Wir sind ständig dabei, neue innovative Spielekonzepte zu entwickeln. Kommt jedoch ein Spielprinzip besonders gut beim Spieler an, so bedienen wir die daraus resultierende Nachfrage selbstredend gerne auch in variierter Form. Auch 'Beck's Gold' bspw. bekam mit 'Chilled Orange' und ' Level 7' Varianten an die Seite gestellt, die jede für sich ihre treue Fangemeinde gefunden hat.
Das soll aber nicht heißen, dass - rein fiktiv - 'Beck's Premium-Weizen' als etwas komplett neues nicht schon in Entwicklung wäre, .... um beim Beispiel zu bleiben.
GamesSphere: Vielen Dank für Deine Zeit.
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