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   Interview
 



(11.12.2007) GamesSphere Redaktion:

Interview
- mit Sebastian Zarges, Entwickler und Kriegstreiber beim Browsergame Project: World War
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Der Krieg im Browser tobt so unerbittlich wie eh und je. Wir sprechen im heutigen Interview mit Sebastian Zarges, Entwickler und Kriegstreiber beim Browsergame Project: World War.
PWW ist, neben wenigen anderen Browsergames, Vertreter eines ganz bestimmten Genres - der Gegenwartsstrategie. Mit den modernsten Waffensystemen unserer Zeit versuchen die Spieler sich gegenseitig den Gar aus zu machen.

 
GamesSphere: Hallo Sebastian. Stell Dich doch bitte einmal vor, für diejenigen von uns, die dich nicht kennen.

Sebastian: Hallo, mein Name ist Sebastian Zarges, ich bin 23 Jahre alt, komme aus Hessen und betreibe in meiner Freizeit das Browsergame Project: World War.

GamesSphere: Ein bisschen vielleicht zur Vorgeschichte: Wie kam es, dass Du Dich 2005 an ein Browsergame gewagt hast?

Sebastian: Zu Browsergames bzw. zum Spiel selbst bin ich durch einen Freund gekommen. Damals haben wir gemeinsam andere Spiele gespielt, bei den Spielen gab es aber immer wieder Probleme und da meinte mein Freund: "Hey, du kannst das doch" und ... nun ja ... dann ging nach einer kleinen internen Alpha-Runde im September 2005 die erste öffentliche Beta-Runde von PWW online.

GamesSphere: Im Gegensatz zu anderen Strategiebrowsergames die in der Gegenwart spielen, ist PWW immer noch kostenfrei. Welche Gründe hast Du dafür und wie finanzierst Du PWW?

Sebastian: Dadurch dass ich PWW nur in meiner Freizeit betreibe und mit meinem richtigen Job das Geld verdiene ist PWW für die Spieler kostenfrei. Langfristig wird es aber auch bei PWW nicht zu vermeiden sein das Spiel über Premium-Accounts oder ähnliches zu finanzieren.

GamesSphere: Nun aber erstmal zum eigentlichen Spiel: Was ist PWW eigentlich, was kommt auf den User nach der Anmeldung zu?

Sebastian: Wie du bereits erwähnt hast ist PWW ein Strategiebrowsergame das in der Gegenwart spielt. Der Spieler übernimmt die Herrschaft über sein eigens Land. Er muss sich am Anfang erstmal sein Grundeinkommen durch Produktionsgebäude sichern und kann dann durch Forschungen in den militärischen Bereich des Spiels vordringen. An dieser Stelle beginnt das eigentliche Spiel, denn das duellieren mit anderen Spielern ist das Kernelement des Spiels. Das Kampfsystem in PWW besticht durch seine Vielfalt und Flexibilität. Aber in PWW kommt es auch auf Teamwork an, durch das umfangreiche Allianzsystem können sich Spieler untereinander koordinieren. Aber am besten sollte man sich das ganze selbst mal anschauen.






GamesSphere: Als wir PWW das erste Mal Anfang diesen Jahres wirklich wahrgenommen haben, war die Community noch kleiner und das Design anders. Was hat sich im Laufe diesen Jahres bei PWW getan?

Sebastian: Es passiert viel bei PWW, wie du schon sagst, im Oktober gab es ein neues Design und zur neuen Runde wurden viele Neuerungen umgesetzt. Es wurde vor allem daran gearbeitet, den Spielern den Einstieg ins Spiel zu erleichtern und das allgemeine Spielerlebnis zu steigern. Die PWW-Community wächst kontinuierlich, vor einem Jahr hatte PWW nur ca. 600 Spieler, heute sind es ca. 2.500.

GamesSphere: Was planst Du in nächster Zeit für Dein Spiel? Kannst Du unseren Lesern vorab schon ein Bild von PWW in einem Jahr geben?

Sebastian: Für die nächste Zeit sind erstmal keine konkreten großen Veränderungen geplant, die meisten sind ja schon in die aktuelle Runde mit eingeflossen, aber aus der Community kommen im Laufe einer Runde immer ein paar gute Vorschläge um das Spiel weiter zu verbessern.
Es wird aber weiterhin kontinuierlich am Spiel gearbeitet, Details werden verbessert und die Benutzerfreundlichkeit erhöht. Bis zum Ende des Jahres ist noch eine Speed-Runde parallel zu Hauptrunde geplant, ob diese Runde große Veränderungen mit sich bring oder nicht steht aber noch nicht fest, aber bisher war es immer so, dass man in den Speed-Runden etwas neues ausprobiert hat.

GamesSphere: Ein Browsergame zu betreiben ist nicht gerade einfach, auch die Community kann einem den Spaß an der Sache gelegentlich verderben. Wie motivierst Du Dich weiterzumachen?

Sebastian: Gut Frage, an sich muss ich sagen das Betreiben des Spiels macht Spaß, vor allem das proggen, aber es kann halt an vielen Stellen zu Problemen kommen und um damit umzugehen zu können muss man echte Nehmerqualitäten haben.
An dieser Stelle muss ich auch mal einen Dank an meine Supporter richten, denn die nehmen mir einen Haufen von dem "Community-Stress" ab, ohne die Truppe würde es nicht mehr gehen!

GamesSphere: Was würdest Du Dir persönlich für die Zukunft von PWW wünschen?

Sebastian: Ich persönlich wünsche mir eigentlich nur, dass sich das Spiel weiter so gut entwickelt und bei den Spielern auch weiterhin für Spaß sorgt.

GamesSphere: Die Browsergameszene ist derzeit in einem rapiden Wandel begriffen. Wie stehst Du den Veränderungen und Einflüssen gegenüber?

Sebastian: Der Browsergamemarkt ist noch recht jung und wird sich auch noch in den nächsten Jahren rasant weiterentwickelt, Firmen wie Gameforge und Bigpoint machen auf die ganze Branche aufmerksam und dementsprechend werden auch Zielgruppen erschlossen, Browsergames werden "alltagstauglich".
Der Markt wird sich auch weiter kommerzialisieren und die kleinen Spiele werden es schwer haben im Markt zu bestehen.
Aber ich denke durch Qualität und Spieltiefe kann man sich auch als "kleiner" weiterhin im Markt behaupten.






GamesSphere: Sehr diplomatische Antwort! Gibt es noch etwas, dass Du unseren Lesern mitteilen möchtest?

Sebastian: Schaut doch mal auf www.project-world-war.com vorbei ;)

GamesSphere: Vielen Dank für Deine Zeit und weiterhin viel Erfolg mit Project World War!

Sebastian: Dir auch vielen Dank!




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