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Warum Strategiespiele gut fürs Gehirn sind!

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09.10.2017 - Strategie-basierte Videospiele sind gut für Ihr Gehirn, das belegte eine Studie der Queen Mary University of London und der University of Texas at Austin. Videospiele können das Gehirn agiler machen und das strategische Denken verbessern.

Die Forschung, welche in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde zeigt, dass Gamer von ihrem Hobby profitieren können, weil es die Agilität des Gehirns fördert.

Wichtiges Ergebnis der Forschungsarbeit besagt, dass die kognitive Flexibilität, ein wichtiger Eckpfeiler der menschlichen Intelligenz, kein statisches Merkmal ist, sondern mit sprachlichen Lernwerkzeugen wie Gaming trainiert und verbessert werden kann.

Die Studie wurde von Forschern an der Queen Mary University und College London erhoben, und basiert auf einem psychologischen Test, durchgeführt an 72 Freiwilligen, welche das Strategie-Spiel StarCraft oder das Simulations-Spiel Die Sims für 40 Stunden über sechs bis acht Wochen spielten. Die meisten Teilnehmer waren weiblich, da die Studie nicht in der Lage war, eine ausreichende Anzahl von männlichen Freiwilligen zu rekrutieren, die Videospiele für weniger als zwei Stunden pro Woche spielten.

Forscher fanden heraus, dass die Teilnehmer, die StarCraft spielten, nach dem Studienzeitraum besser an den psychologischen Tests abschnitten. Sie hatten eine höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit in kognitiven Flexibilitätsaufgaben, verglichen zu den Probanden, die die Sims spielten.

Die Behauptung, dass Strategiespiele, zu denen auch Action- und Kriegsspiele zählen, durchweg negative Einflüsse auf das Gehirn und das menschliche Verhalten haben, ist demnach widerlegt. Auch Actionspiele fördern Multitasking-Fähigkeit, optische Wahrnehmung, Konzentration und Reaktionsfähigkeit.

Online Strategiespiele schnitten auch in anderen Studien gut ab, und zeigen, dass das Gehirn von der Spielaktivität profitiert. So wurde eine Studie in der Zeitschrift Current Biology vorgestellt, welche herausfand, dass Action-Spiele Kindern mit Legasthenie helfen können. Forscher von der Universität von Padua fanden heraus, dass das Spielen eines Tätigkeitsspiels die Geschwindigkeit und die Genauigkeit der Lesefähigkeiten der Kinder mit Legasthenie verbesserte, verglichen mit dem Spiel eines ruhigeren Spiels. Wissenschaftler an der University of Texas Medical Branch bei Galveston stellten fest, dass High-School-Gamer sich besser bei einer virtuellen Operation anstellten als Medizinstudenten.

Im Folgenden sind weitere gute Gründe zusammengefasst, warum sich Computerspiele positiv auf uns auswirken:

1. Strategie im Alltag anwenden

Wer sich in Videospielen als guter Stratege erweist, kann dies in den Alltag einfließen lassen. Strategiespiele erfordern taktisches Vorgehen und logisches Denken. Das Gehirn muss fähig sein, kurzfristig auf das Vorhgehen des Gegenübers zu reagieren, umzudenken und seine Strategie anzupassen. Ein erfahrener Stratege kann demnach besser mit Stresssituationen umgehen und leichter den Überblick behalten. Diese Eigenschaften sind vorteilhaft und können sich deutlich auf die Karriere auswirken.

2. Sozial durch Strategiespiele

Das Klischee, dass Gamer im Keller verschanzt und angeheizt mit Energy-Drinks vor dem Computer zocken besteht immer noch. Laut einer Studie, welche in der Zeitschrift Computer-Mediated Communication veröffentlicht wurde, wirkt sich Gaming jedoch positiv auf das soziale Leben aus. Gerade bei Strategiespielen muss kommuniziert und sich abgesprochen werden, um den Gegner auszuschalten. Teamfähigkeit ist gefragt, was auch in der Praxis umgesetzt werden kann.

3. Kreativität fördern

Ganz egal welches Spiel man jetzt nun spielt, Wissenschaftler der Universität Michigan haben eine Studie an etwa 490 12-Jährigen durchegeführt und herausgefunden, dass Computerspiele die Kreativität beim Zeichnen und beim Schreiben fördert. Im Gegensatz zum browsen im Internet, welches keinerlei Auswirkungen auf die Fantasie hat.

  • Quelle: Redaktion

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