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Kostenlos Spielen - Auch bei bezahlten Inhalten

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09.05.2019 - Oft ist es für Spielemacher ein schmaler Grat zwischen der Finanzierung eines Spiels und dem Wunsch, es kostenlos anzubieten. Während Gamer bereit sind, in Konsolen- und PC-Spiele zu investieren, wollen die wenigsten bei Browsergames und Apps tief in die Tasche greifen. Genau deshalb haben sich verschiedene Geschäftsmodelle entwickelt, auf die wir in diesen Artikel nun näher eingehen werden.

Freemium

Das klassische Modell der Free-to-Play-Games mit bezahlbaren Elementen ist Freemium. Dabei kann ein Spiel kostenlos gespielt werden, ohne dass irgendwelche Zahlungen vonnöten sind. Große Teile des Spiels sind für Spieler ohne Bezahlungen verfügbar. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sich mit In-App-Käufen einen Vorteil zu verschaffen. Im mobilen Spiel Choices: Stories You Play können Spieler der Geschichte verschiedener Figuren folgen und Entscheidungen für sie treffen. Je nachdem wie man sich entscheidet, verändert sich der Verlauf der Story. Für Spieler, die die kostenlose Version des Games spielen, werden Wartezeiten zwischen den Entscheidungen eingelegt. Nur wer genügend Diamanten besitzt, kann schlussendlich weiterspielen - doch die Diamanten benötigen Zeit, um sich zu regenerieren. Wer schneller wissen will, wie es weitergeht, kauft die Edensteine in der App. Im beliebten Spiel Candy Crush können ähnlich neue Leben im Store gekauft werden, sobald man alle im Spiel verbraucht hat. Man kann sich außerdem eine unbegrente Anzahl von Herzen kaufen, die auf eine bestimmte Zeit begrenzt sind, wenn man in den nächsten Stunden uneingeschränkt kniffeln möchte. Freemium-Spiele sind mitunter die gängigste Methode für Spieleentwickler, um qualitativ hochwertige Spiele kostenlos anzubieten und trotzdem finanziell erfolgreich zu sein. Wichtig ist dabei nur, dass die Spiele auch im kostenlosen Modus viele Inhalte bereitstellen müssen, damit das Angebot auch für Spieler interessant bleibt, die nichts bezahlen möchten. 

Werbungen

Eine weitere Möglichkeit, um kostenlose Inhalte für Spieler anzubieten, sind Werbeschaltungen im Spiel. Diese reichen von kleinen Bannern über Videos, die oft mehrere Sekunden andauern. Dies kann beim Spielfluss stören, weshalb sich zahlreiche Spieler dafür entscheiden, eine bezahlte Version des Spiels zu kaufen, um Werbungen zu vermeiden. Ein Spiel, das sich durch zahlreiche Werbeeinschaltungen finanziert, ist BounzyDas Spiel vereint einen Bubble-Shooter mit Taktikelementen und sorgt damit für jede Menge Spielspaß. Spieler müssen Zaubersprüche über ein Feld schießen, um Feinde abzuwehren und können dabei die Wände auf beiden Seiten nutzen, um den Zauber zu lenken. Manche Entwickler bauen die Werbungen als Teil des Spiels ein und lassen ihre Kunden selbst entscheiden, wann sie eine Werbung ansehen möchten. Wer in einem Quizspiel keine Hinweise mehr zur Verfügung hat, kann entweder warten, auf Social Media nach neuen Hinweisen von anderen Spielern fragen oder sich ein Werbevideo ansehen. So entscheidet sich der Spieler selbst dafür, die Werbung zu konsumieren und fühlt sich weniger unterbrochen.

Kostenlose Versionen

Einige Spielemacher bieten kostenlose Versionen ihrer Spiele an, um Spielern die Qualität der Games aufzuzeigen. Dies funktioniert besonders bei Spielen in Online-Casinos wie Book of Dead bei dem Anbieter LeoVegas, für welche potentielle Kunden zu einem späteren Zeitpunkt gerne ein bisschen Geld aufwenden. In dem Online-Slot, der von den mystischen Symbolen und Legenden aus dem alten Ägypten inspiriert wurde, können sich Spieler entscheiden, ob sie für Echtgeld spielen oder den Automaten einfach einmal kostenlos ausprobieren möchten. Um das Spiel gratis auszutesten ist keine Registrierung vonnöten. Natürlich kann so kein Gewinn gemacht werden, man kann die Walzen jedoch einfach einmal drehen lassen und die Gewinnlinien aufblinken sehen. So bekommen Spieler eine gute Vorstellung vom Nervenkitzel, der sie in der Version mit Echtgeld erwartet. Anbieter, die von ihrem Produkt überzeugt sind, haben mit kostenlosen Versionen wenig zu verlieren. Sie können ihr Spiel präsentieren und Kunden entscheiden lassen, ob es ihnen gefällt. Ein Großteil der Spieler möchte bei dieser Art der Spiele den Nervenkitzel verspüren, der durch Einsätze von Echtgeld erreicht wird, denn nur so gibt es die Chance, tatsächlich etwas zu gewinnen. Wer jedoch einfach nur an den Walzen drehen möchte, kann die kostenlose Version genießen. 

Für Spielemacher ist die Entscheidung oft nicht leicht, wie die Spielfinanzierung am besten gestaltet werden soll. Fremiumspiele, Werbeeinschaltungen und Probeversionen sind dabei gute Möglichkeiten, um Spielern sowohl eine kostenlose, als auch eine bezahlbare Premiumversion anzubieten. Jetzt liegt es an den Spielern, sich zu entscheiden.

  • Quelle: Redaktion

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