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Spieletrends 2019

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09.09.2019 - Videospiele haben die Mitte der Gesellschaft erreicht. Die Generation, die mit dem NES oder der ersten PlayStation aufgewachsen ist, ist mittlerweile erwachsen. Das Smartphone bringt einen leistungsstarken Computer in nahezu jede Hosentasche. Doch wie jedes Jahr entwickeln sich auch 2019 zahlreiche Trends mit großem Einfluss auf den Markt.

Auf dem Weg in eine neue Generation

Für Konsolenspieler nähert sich ein Zeitenumbruch. Nachdem bereits letztes Jahr Nintendo mit der Switch eine neue Generation einläutete, werden Sony und Microsoft 2020 sehr wahrscheinlich nachziehen. Zu den Nachfolgern der PlayStation 4 und Xbox One gibt es bereits erste Informationen ohne dass man konkret weiß, was die Spieler erwartet. So verharrt beim Blick auf den Konsolengenerationswechsel 2013 die Skepsis: Durch die Schwemme an Remakes und Remaster-Versionen dürften sich zahlreiche Käufer zweimal überlegen, einen neuen, großen Titel des kommenden Winters zu kaufen. Auch Gerüchte oder Interviewaussagen zu einem Multiplattform-Release (zum Beispiel bei Watch Dogs: Legion oder Cyberpunk 2077) könnten in den nächsten Monaten die Verkaufszahlen beeinflussen.

Der Aufstieg der Hybriden

Diesen Sprung von einer Generation auf die andere hat Nintendo bereits hinter sich. Und wie, denn die Nintendo Switch ist ein voller Erfolg für die Japaner. Das Konzept der Switch, also einerseits eine stationäre Konsole als auch ein Handheld zu sein, ging auf. Zwar kommt mit dem Nintendo Switch lite Ende des Jahres ein reiner Handheld-Ableger der Switch, dennoch lassen sich nahezu alle Spiele sowohl am heimischen Fernseher, als auch unterwegs spielen. Nintendo hat darüber hinaus mit starken Spielen wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild oder Super Mario Odyssey extrem hoch bewertete Titel im Exklusivsortiment. Kein Wunder, dass es innerhalb kürzester Zeit bei EMP ein großes Sortiment an Zelda Fan Merchandising zu diesen Spielen gibt. Ob die Konkurrenz das erfolgreiche Hybridkonzept aber auf Hardware-Basis kopiert, bleibt fraglich.

Setzt sich das Streaming durch?

Grund dafür ist das sogenannte Streaming. Sony ging mit PlayStation Now bereits voran und Microsoft will mit dem noch ungenannten Project Cloud seine Spiele immer und überall spielbar machen. Allerdings betritt mit Google Stadia ein IT-Schwergewicht den Ring. Der Streaming-Service soll dabei ähnlich wie die Nintendo Switch das Spielen egal wann und egal wo fördern: Per Internet können Spieler ihre Spiele von den Servern Googles auf den heimischen PC, den Fernseher oder sogar das Smartphone und Tablet streamen. Physische Datenträger sind dabei nicht notwendig, lediglich eine Lizenz für die Spiele muss gekauft werden, um jederzeit auf die Spiele zugreifen zu können. Aufgrund der schwächeren Internetabdeckung in Deutschland bleibt allerdings fraglich, ob sich der Service von Google, der Ende 2019 eingeführt werden soll, durchsetzen kann.

Ein hartnäckiger Herausforderer für Steam

Neben physischen Datenträgern oder dem Streaming können Gamer seit Jahren digitale Lizenzen kaufen, um sich die Spiele auf PC oder Konsole herunterladen zu können. Auf dem PC hat sich dabei die Plattform Steam von Valve Entertainment etabliert. Hier konnten große Publisher, aber auch kleinere Entwickler ihre Spiele direkt und zum digitalen Verkauf anbieten. Zusätzlich haben Publisher wie Electronic Arts und Ubisoft oftmals ihre eigenen Titel online zum Verkauf angeboten, eine große Konkurrenz waren diese Service allerdings nicht. Doch in diesem Jahr etablierte der Publisher Epic Games, Entwickler des populären Free2play-Titel Fortnite: Battle Royale, seinen hauseigenen Epic Games Store. Dieser wartet mit zahlreichen exklusiven oder zeit-exklusiven Spielen sowie einer Reihe von kostenlosen Titeln für den PC auf. Gerade wenn Top-Titel wie Borderlands 3 oder Unreal Tournament exklusiv bleiben sollten, könnten Käufer von Steam abwandern.

Die zunehmende Bedeutung von Free2play-Games

Das bereits erwähnte Fortnite: Battle Royale ist einer der größten Spiele aller Zeiten. Gamer und Youtuber, die ihre Gefechte im kostenlosen Battle Royale-Spiel mit der Weltöffentlichkeit teilen, sind ein großer Faktor, der die Popularität von Epic Games Titel anhebt. Ein solcher Trend lässt sich allerdings schwer vorhersagen, weswegen nahezu jedes Spiel, allen voran allerdings Free2play-Titel, das Potential zum Mega-Erfolg hat. Ein Beispiel dafür wäre Caliber, ein Strategie-Free2play von Wargaming. Der Entwickler hat bereits mit World of Tanks ein Massive Multiplayer Online-Spiel geschaffen, dass sich über die Jahre eine breite Fanbasis erarbeitet hat.

Massenbegeisterung im eSport

Neben der größeren, indirekten Marketingmöglichkeiten durch Youtuber und Let"s Player macht aber auch eine andere Sparte des Gamings in letzter Zeit mehr und mehr Furore. Der sogenannte eSport, also Turniere in denen Videospieler in diversen Titeln für Preisgelder gegeneinander antreten, ist populärer denn je. Erst 2019 wurde erstmals in der Sport-Simulation FIFA 19 der Weltmeistertitel im virtuellen Fußball ausgespielt und an den Deutschen Mohammed "MoAuba" Harkous verliehen. Die Relevanz des eSport wird auch 2019 weiter steigen und zahlreiche Menschen vom Gaming weltweit begeistern.

  • Quelle: Redaktion

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