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eSports in der Schweiz: Die beliebtesten Games und aktuelle Zahlen

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06.10.2020 - Der eSport erobert die Schweiz! Welche Titel in der Alpenrepublik am meisten gezockt werden und wie sich die Szene dortzulande etabliert hat, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Die Zeiten, in denen Gaming ein Nischendasein fristete, dem sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung widmete, sind lange vorbei. Aktuell greifen immer mehr Menschen zum Controller, zur Maus und Tastatur oder zum Smartphone, um sich ihre Freizeit mit virtuellen Abenteuern, packenden Missionen und fesselnden Multiplayer-Matches zu versüßen. Plattformen wie Steam haben dazu beigetragen, dass Computerspiele Einzug in die heimischen Wohnzimmer einer breiten, internationalen Gamerschaft gefunden haben. Doch auch im Bereich des professionellen Gamings reitet die Szene seit geraumer Zeit auf einer nicht enden wollenden Welle des Erfolgs. Doch wie hat sich die eSport-Branche mittlerweile in der Schweiz manifestiert? Welche wettbewerbsorientierten Titel werden von den Spielern in der Alpenrepublik bevorzugt? Und welche Klientel beschäftigt sich dortzulande eigentlich mit der Welt des eSport? Der folgende Artikel liefert Antworten.

Wissenschaft trifft auf Gamingwelt

Die Entwicklung des eSport interessiert heutzutage nicht mehr nur geneigte Gamer mit einer naturgemäßen Affinität für wettkampforientierte Videospiele. Auch die Welt der Wissenschaft wurde vom Gaming-Erfolgszug in ihren Bann gerissen und wollte dem wachsenden Phänomen genauer auf den Grund gehen. Deshalb befassten sich die Mitarbeiter der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit dem passiven und aktiven Konsum- und Spielverhalten von Gamern aus der Schweiz. Im vergangenen Jahr wurde von der ZHAW daher eine großangelegte, repräsentative Studie unter den Bewohnern des Alpenlandes durchgeführt, welche den eSport-Boom ein für allemal mit Zahlen untermauerte. Auch Esport Wettanbieter sind in der Schweiz stark im kommen.

eSport in der Schweiz – mehr als ein einfacher Zeitvertreib

Aktuell betreiben rund 42.500 Schweizer regelmäßig eSport-Wettkämpfe. Angesichts einer Gesamteinwohnerzahl von 8,5 Millionen Menschen zeigen die aktuellen Zahlen, welch hohen Stellenwert die Branche dortzulande mittlerweile genießt. Wie viel Geld die professionellen Gamer im Rahmen ihrer Aktivitäten verdienen, lässt sich indes aber nur schwer beziffern. Anders sieht dies im Bereich der Ausgaben aus, welche die eSportler im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig entbehren müssen. Ein professioneller Gamer in der Schweiz gibt für Software, Hardware und sonstiges Zubehör ca. 1270 Franken im Jahr aus. Umgerechnet sind dies fast 1.180 Euro.

Auch in der übrigen Bevölkerung, die sich nicht aktiv mit der Welt des eSport beschäftigt, sind die virtuellen Gefechte bereits gesellschaftlich akzeptiert. Demnach halte über ein Viertel der Einwohner des Alpenlandes eSport mittlerweile für eine vollwertige Sportart. Die Auswertungen der Wissenschaftler untermauern diese These und zeigen, dass es sich beim professionellen Zocken um eine Aktivität handelt, welche die Spieler sowohl körperlich als auch mental fordert. Professionelle Gamer führen innerhalb einer Minute bis zu 300 Bewegungen durch. Das damit einhergehende hohe Konzentrationslevel sorgt im Umkehrschluss dafür, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden, die Herzfrequenz des Spielers steigt auf 150 Schläge in der Minute. Die Anspannung eines eSportlers während einer Session lässt sich demnach mit der psychischen Belastung eines Spitzenfußballers vergleichen.

Das Interesse in der breiten Bevölkerung steigt

Während die Casual-Gamer in der Schweiz am liebsten zum Smartphone oder Laptop greifen, hat der PC in der eSport-Szene ganz klar die Nase vorn. Dabei übersteigt die Anzahl der passiven Zuschauer die Summe der aktiven eSportler deutlich. Etwa jeder 20. Schweizer verfolgt die intensiven Wettkämpfe regelmäßig von der heimischen Couch aus. Innerhalb dieser Sektion gaben über 40 Prozent an, das aktuelle Geschehen in der eSport-Welt mindestens einmal in der Woche zu verfolgen. Die beliebtesten Plattformen hierfür sind noch immer Twitch und YouTube. Das Interesse der schweizerischen Hobbyspieler beschränkt sich aber natürlich nicht nur auf den passiven Konsum von Videospielen. Über ein Drittel der Bevölkerung spielt dortzulande mindestens einmal wöchentlich Computerspiele.

Die aktiven eSportler verbringen rund 11 Stunden in der Woche mit den Matches an Maus und Tastatur. In den oberen 10 Prozent dieses Segments beträgt der entsprechende Wert sogar 20 Stunden. Doch mit welchen Titeln befassen sich Zuschauer und Gamer im Detail?

eSport in der Schweiz: Das sind die beliebtesten Spiele

Wie in vielen anderen Länder, regiert auch in der Schweiz der „König Fußball“ das Geschehen auf dem Bildschirm. Die Auskopplungen der FIFA-Reihe gehören in der Alpenrepublik seit jeher zu den beliebtesten eSport-Titeln. Mehr als 38 Prozent aller schweizerischen eSportler stellen ihr Können regelmäßig auf dem virtuellen Rasen unter Beweis. Dicht dahinter ordnen sich die aktuellen Vertreter der Call of Duty-Serie ein. Die dynamischen Matches, welche kompetitive Shooter-Kost in Reinkultur bieten, werden in der Schweiz von über 30 Prozent aller aktiven eSportler präferiert. Den dritten Platz in der Riege der beliebtesten eSport-Games konnte sich Minecraft sicher. Der Klötzchen-Dauerbrenner aus Schweden lockt bereits seit über 10 Jahren eine riesige Fangemeinde vor die Bildschirme.

Im Feld des „passiven“ eSport zeichnet sich überraschenderweise jedoch ein vollkommen anderes Bild ab. Auf Twitch und YouTube sind weder FIFA noch Call of Duty am beliebtesten. Seitens der Zuschauer werden vor allem die spannenden Kämpfe, die im Rahmen von Fortnite ausgefochten werden, bevorzugt. Der überaus beliebte Battle-Royal-Shooter ist laut der ZHAW-Studie jenes Game, das in der Schweiz auf den entsprechenden Plattformen am häufigsten angesehen wird.

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