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Externe Festplatten: SSD oder HDD?

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01.10.2021 - Gamer lieben starke Rechner, denn da die Spiele immer anspruchsvoller werden, werden auch die Erwartungen an den Computer immer größer. Nichts ist für Gamer enervierender als Spiele, die immer dann, wenn es gerade am schönsten, anfangen zu ruckeln und Restbilder auf dem Monitor erzeugen.

Welche Speicherart darf es sein?

Ein starker Rechner definiert sich vor allem durch seine Fähigkeit, viele Rechenelemente schnell zu verarbeiten. Die Ausstattung des Computers mit Festplatten ist daher für Gamer mit Anspruch eine Herzensangelegenheit. Geht es nun um die Ausrüstung des Notebooks für Gaming, dann stellt sich zunächst die Frage nach der Art der Festplatten, denn Festplatten werden in HDD- und SSD-Festplatten unterschieden. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Das System SSD ist allerdings das modernere und innovativere von beiden. Gerade hier sind die technologischen Fortschritte in jüngster Zeit beeindruckend. Was also ist besser: SSD oder HDD? 

Der Aufbau von HDD-Festplatten

Die klassische Festplatte ist die HDD, die Hard Disc Drive. Das System besteht aus einem Bündel an Magnetscheiben, die wie bei einer Schallplatte von einem Lesekopf ausgelesen werden. Der Lesekopf ist an einem Schwenkarm befestigt und der Motor bewegt die Scheiben und Arme. Ein Unterschied zur Schallplatte besteht allerdings in der Art des Lesevorgangs. Während Schallplatten sich stets linear fortbewegen, um eine Handlung vom Anfang bis Ende zu übersetzen, springt der Schreib- und Lesearm bei klassischen Festplatten immer hin und her, da er sich stets an der verlangten Stelle einzufinden hat. Zwar geschieht dieser Vorgang inzwischen in rasender Geschwindigkeit. Dennoch wird aus ihm bereits einer der entscheidenden Nachteile des Systems im Vergleich zu SSD-Festplatten bei der Lese- und Schreibgeschwindigkeit offensichtlich.

Der Aufbau von SSD-Festplatten

SSD-Festplatten, die Solid State Drives, sind eigentlich keine Festplatten im klassischen Sinne, denn der Begriff ist für die HDD reserviert. Dennoch werden wir aufgrund der besseren Verständlichkeit weiter von SSD-Festplattenspeichern sprechen. Bei SSDs handelt es sich um Halbleiterlaufwerke, die ohne mechanische Teile auskommen. Der Lade- und Speichervorgang findet elektronisch statt und funktioniert als Flash-Speicher wie ein USB-Stick oder eine SD-Speicherkarte. Während die Flash-Speicher die Speichereinheit innerhalb des SSD-Systems darstellen, wird der Aufruf und die Verwaltung der Daten über einen Controller geleitet. Das Interface ist schließlich die Schnittstelle für die Kommunikation mit dem Prozessor, Arbeitsspeicher (RAM) und anderen Komponenten innerhalb des Systems.

Die Vor- und Nachteile beider Festplattenspeicher

In puncto Datenkapazität sind HDD-Festplatten immer noch das Maß aller Dinge. Das Limit beim Fassungsvermögen liegt derzeit bei etwa 10 TB. Allerdings haben SSD-Speichersysteme in den letzten Jahren enorm aufgeholt. Die besten Systeme schaffen heute die Verwaltung von 4 TB und erreichen damit Werte, die für SSDs lange Zeit Utopien waren. SSD-Festplatten sind bei der Datenverarbeitung wesentlich schneller und auch das Booten nimmt deutlich weniger Zeit in Anspruch. SSD-Festplatten sind, da sie ohne bewegliche Teile auskommen, viel robuster, während Stürze bei HDD-Festplattenspeicher schon einmal zu Datenverlusten führen können, welche die Nutzung spezieller Reparatur-Tools erforderlich machen.

Kommt es allerdings zu einem Datenverlust bei SSD-Systemen – zum Beispiel wegen Viren, Trojanern und gescheiterten Updates & Upgrades, dann ist der Datenverlust meistens irreversibel. SSD-Halbleiterlaufwerke sind insbesondere in mobilen Endgeräten ausschließlich verbaut, da sie erheblich kleiner und leichter als die magnetischen HDD-Festplatten sind. SSD-Speicher sind im Gegensatz zu HDD-Speichern fast lautlos, allerdings deutlich teurer. Dafür ist die Kompatibilität mit anderen Systemen bei SSD-Speichern im Gegensatz zu HDD-Speichern meistens kein Problem, während bei HDD-Speichern die Verfügbarkeit mit anderen Systemen zunächst geprüft werden sollte. 

  • Quelle: Redaktion

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