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Spielregeln für Gamingsicherheit

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20.05.2020 - Mit dem stetigen Wachstum des IT-Sektors spielt auch das Thema Sicherheit in diesem Bereich eine immer größere Rolle. Angefangen beim Onlinebanking und sicheren Zahlungsmethoden, über den richtigen Virenschutz bis hin zur Meidung von Betrugsangeboten: Sowohl den Gefahren, als auch den entsprechenden Abwehrmethoden sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Mögliche Probleme beim Online-Gaming

Ähnlich wie bei anderen Onlineaktivitäten können auch beim Gaming eine ganze Reihe von Sicherheitsproblemen auftreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Schadsoftware
  • Probleme mit persönlichen Informationen
  • versteckte Kosten, Betrugsrisiken

Schadsoftware

Malware und andere schädliche Programme gibt es schon seit vielen Jahren. Eine versteckte Schadsoftware kann auf einem PC, Tablet oder Smartphone großen Schaden anrichten. Auch im Bereich der Onlinegames breiten sich solche gefährlichen Programme zunehmend aus.

Sie können einerseits auf seriöse Games und Seiten übergreifen, wenn Sie dort unbemerkt von Hackern eingeschleust wird. Andererseits sind Spielangebote unseriöserer Art in einigen Fällen auch nur darauf ausgelegt, eine solche Software auf den Geräten der User zu verbreiten.

Schadsoftware kann persönliche Informationen herausfinden und so durch das Ausspähen zum Beispiel von Kontodaten außerdem einen erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Zudem kann sie in anderen Fällen ein Gerät unbrauchbar machen und zu einem Datenverlust führen.

Probleme mit persönlichen Informationen

Bei der Anmeldung zu einem Online Game bist du häufig verleitet, einen Namen oder Informationen anzugeben, die Rückschlüsse auf dein persönliches reales Leben zulassen. Gleiches gilt für Chats in Rollenspielen. Auch hierüber können Hacker oder unseriöse Hersteller erheblichen Schaden anrichten. 

Zudem können von Betrügern unter dem Vorwand, der Anbieter zu sein und diese Informationen zu benötigen, ebenfalls Daten abgefragt werden. Gerade bei Kontonummern und Informationen über Kreditkarten ist dies hochgefährlich und kann für dich teuer werden.

Versteckte Kosten, Betrugsrisiken

Versteckte Kosten treten vor allem bei unseriösen Anbietern, aber auch bei Freemiumgames auf. Der Unterschied: Bei einem Freemiumgame ist dem Nutzer alleine durch den Namen häufig schon bewusst, dass Kosten entstehen können, allerdings besteht das Risiko, hier den Überblick zu verlieren und durch bestimmte interessante Features des Spiels schnell mehr auszugeben, als du eigentlich vorhattest. Dies geschieht dadurch, dass die Basisversion kostenlos ist, aber zusätzliche Bereiche nur durch Bezahlung erschlossen werden können. Das Stichwort hier lautet in einigen Fällen: Verleitung zum Kauf.

Unseriöse Anbieter, die keinen Wert auf deinen Spielspaß legen, sondern nur darauf aus sind, finanzielle Vorteile aus deiner Gamingleidenschaft zu ziehen, geben die Kosten entweder gar nicht an, oder verstecken sie so, dass du davon ausgehst, dass das Spiel günstig ist. Erst bei Erhalt der Rechnung oder Abbuchung trifft dich der sprichwörtliche Schlag, wenn der abgebuchte Betrag viel höher ist als erwartet. In solchen Fällen findet keine Verleitung statt, sondern du wirst schlicht und ergreifend getäuscht.

Was Anbieter für deine Sicherheit unternehmen

Seriösen Anbietern hingegen ist alleine zum Schutz Ihres Rufes schon sehr daran gelegen, dass du ohne solche Probleme spielen kannst. Daher halten sich die meisten dieser Firmen an gewisse Kriterien, um Gefahren für dich zu vermeiden.

Einhalten von Regularien

Für einige Bereiche des Onlinegamings gibt es gesetzlich festgelegte Regeln, ohne deren Einhaltung ein Anbieter gar nicht online gehen darf. Überschneidet sich ein Spiel mit bestimmten Prozessen, die typisch für Glücksspiel sind, nutzen einige Anbieter die Sonderregelungen in Schleswig Holstein. Dazu können zum Beispiel ein gewisser Sicherheitsstandard des Spiels, unter anderem bezüglich des Datenschutzes, der Abwehr von Betrügern und Schadsoftware oder der Bezahlmodalitäten gehören. Solche Gesetze gibt es vor allem im Bereich des Gamblings, jedoch in vielen Grundzügen ebenfalls für andere Gametypen.

Aber auch die Einhaltung ungeschriebener Gesetze sowie die Ergreifung gewisser Maßnahmen, welche die Seriosität des Anbieters untermauern, helfen Gaming-Herstellern dabei, sich von unlauteren Firmen abzusetzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Kostentransparenz
  • Ansprechpartner und Hilfen
  • regelmäßige Sicherheitsupdates

Kostentransparenz

Wenn für dich keine versteckten Kosten entstehen, weißt du einerseits von Anfang an, was du ausgeben musst, andererseits steigert das den Spielspaß, da böse Überraschungen ausbleiben. Das wissen auch die meisten seriösen Anbieter.

Daher bauen solche Hersteller schon die Anmeldung zum Spiel so auf, dass alle möglichen Kosten für dich direkt ersichtlich sind. Eventuell kannst du sogar zwischen verschiedenen preisintensiveren oder günstigeren Varianten auswählen. Eine solche Gestaltung ist für beide Seiten das fairste Vorgehen und wird daher von guten Anbietern wie auch Gamern sehr geschätzt.

Ansprechpartner und Hilfen

Gute Gaminganbieter wollen sich vor Hackern schützen und dir ungestörten Spielspaß ermöglichen. Daher bieten sie häufig Hilfen für Probleme an. Diese können einerseits technische Schwierigkeiten betreffen, andererseits aber auch vor Hackern und Ähnlichem schützen.

Fragt dich jemand im Chat unter einem Vorwand nach deiner Kontonummer? Hast du das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und du dir eventuell über das Spiel einen Virus eingefangen hast?

Seriöse Gamingseiten geben oft in den sogenannten FAQs an, wie bei solchen Problemen vorzugehen ist. Viele Anbieter haben zudem eine Kontaktfunktion, über die du deine Probleme melden kannst, der Betreiber hilft dir dann bei der Lösung.

Regelmäßige Sicherheitsupdates

Hacker und Cyberkriminelle lassen sich immer neue Wege einfallen, um ihre Anliegen umzusetzen. Daher ist es wichtig, dass auch Gaminganbieter immer auf dem neuesten technischen Stand sind. Sicherheitsupdates sind daher schon seit Jahren ein relevantes Thema für die Hersteller.

Dabei geht es vor allem um die Abwehr von Schadsoftware sowie den Datenschutz. Einerseits möchten die Betreiber dir so ungestörten Spielspaß ermöglichen. Andererseits haben sie sich natürlich zum Ziel gesetzt, selbst für Hacker möglichst schwer angreifbar zu sein.

Was jeder für seine Sicherheit unternehmen kann

Auch du selbst hast eine Vielzahl an Optionen, dich gegen Hacker und Cyberkriminalität zu schützen. Einerseits spielt hierbei eine gute technische Ausstattung wie zum Beispiel ein umfassender Virenschutz eine Rolle, andererseits kannst du dich durch eine gewisse Vorsicht vor Onlinegefahren bewahren.

Ein gesundes Misstrauen und gute Kostenplanung

Das richtige Maß an Misstrauen kann vor vielen Gefahren beim Onlinegaming schützen. So macht es zum Beispiel Sinn, deine Games nur aus offiziellen und bekannten Onlinestores zu beziehen. So kannst du ausschließen, dass du Spiele von unseriösen Anbietern nutzt.

Zudem ist es sinnvoll, weder deinen richtigen Namen noch andere persönliche Informationen preiszugeben und möglichst anonym zu bleiben. Auch bei Zahlungen solltest du genau hinschauen, ob du sicher und geschützt deine Kontodaten angeben kannst. Bei seriösen Quellen für Games ist dieser Umstand jedoch in den meisten Fällen gegeben.

Weiterhin solltest du darauf achten, deine Kosten zu überblicken, vielleicht sogar eine Budgetplanung fürs Zocken zu machen. Gerade bei Freemiumgames ist es sinnvoll, sich regelmäßig zu fragen, ob ein Feature wirklich gebraucht wird und die jeweilige Ausgabe hierfür im eigenen finanziellen Rahmen liegt. Erstelle dir am besten immer eine Liste deiner bisherigen monatlichen Ausgaben für solche Spiele.

Der richtige Virenschutz

Zudem macht es Sinn, dir einen ausreichenden Virenschutz zu installieren. Dies gilt für alle Geräte, auf denen du spielst. Neben dem Computer gehören dazu auch Tablets oder Smartphones, denn auch bei solchen Produkten kann Schadsoftware massive Probleme verursachen. Die richtige Virenabwehr schützt einerseits deine Daten, andererseits dein Gerät vor möglicherweise teuren oder irreparablen Schäden.

Zum Schutz vor Schadsoftware gehören auch regelmäßige Updates. Dies gilt einerseits für das Game selbst, andererseits für deinen Virenscanner. Nur so bist du immer auf dem aktuellen Stand und kannst dich erfolgreich gegen Angriffe auf deine Hardware und deine Privatsphäre absichern.

Fazit

Onlinegames bieten eine ganze Reihe von Fallen. Diese können einerseits mit Schadsoftware, andererseits mit Betrugsmaschen und hohen Kosten verbunden sein. Die Hersteller geben sich bereits viel Mühe, dich vor diesen Gefahren zu schützen. Andererseits solltest du auch selbst aktiv werden und einerseits immer überlegen, ob ein Game seriös ist, und andererseits auf allen deinen Geräten entsprechende Abwehrprogramme installieren. Nur so kannst du auf Dauer wirklich sicher und sorgenfrei deiner Leidenschaft des Onlinegamings nachgehen.

  • Quelle: Redaktion

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