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Wie Cloud-Gaming die Möglichkeiten von Browsergames verändert

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Heute - Cloud Gaming ist 2021 in aller Munde. Die innovative Technologie wird flapsig als das Netflix für Spiele bezeichnet. Sony hat mit der Playstation Now bereits den ersten Schritt in diese Richtung getätigt und zahlreiche Unternehmen folgen. Welche Veränderung wird der technische Fortschritt für browserbasierte Games mit sich bringen?

Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl an Browsergames, die den direkten Zugang zum Spiel ermöglichen. Dafür muss weder ein Videospiel gekauft werden noch eine Installation oder ein Download getätigt werden. Es wird einfach die entsprechende Internetseite geöffnet, das Spiel ausgewählt und schon kann es losgehen. Das Besondere dabei ist, dass viele Spiele kostenlos verfügbar sind. Die Vielfalt dabei ist bereits jetzt schon breit gefächert und deckt viele Genres ab: Strategie, Adventure, Puzzles, Konzentrationsübungen, Quizze oder Glücksspiele ? die Auswahl ist riesig.

Eines haben die meisten Browsergames, wie sie zur Zeit existieren, gemeinsam. Es ist weder eine hochauflösende Grafik erforderlich, noch sind die Spiele auf Geschwindigkeit ausgelegt. Nehmen wir moderne Ego-Shooter wie Warzone als Gegenbeispiel: Für Pro-Gamer kann bereits eine zeitliche Verzögerung von einer Millisekunde nervenaufreibend sein. Für einen reibungslosen Ablauf ist folglich ein High-End-Rechner oder eine Konsole mit bester Rechenleistung erforderlich. Ein solches Spiel ist also nicht einfach in einem Browserfenster spielbar - ist Cloud Gaming hier die Lösung?

Wie funktioniert Cloud Gaming eigentlich?

Der Kerngedanke, der hinter Cloud Gaming steckt, ist, dass der Spieler selbst nicht über die Rechenleistung verfügen muss, die für das Spiel erforderlich ist. Dies wird von einem externen Server übernommen.

Konkret sieht das so aus: Es ist keine Installation auf dem eigenen Gerät erforderlich. Startet der Spieler ein Spiel über die Cloud, werden die Spielerdaten an den Server übermittelt und dort verarbeitet werden. Der Server sendet sowohl Audio- als auch Videodaten in komprimierter Form an das Endgerät zurück, wo diese wieder zusammengefügt werden. Das Ergebnis ist, dass ein Spiel in hochauflösender Grafik gespielt werden kann, bei dem die Leistung vom Server getragen wird.

Damit dies reibungslos funktioniert, ist eine schnelle Internetverbindung die Grundvoraussetzung. Verlangsamte Latenzzeiten stellen derzeit noch die größte Herausforderung dar, um Spiele wie das erwähnte Warzone einwandfrei über Cloud Gaming spielen zu können. Schließlich ist es eine riesige Datenmenge, die pausenlos zwischen Endgerät und Cloud-Server übertragen werden muss.

Was hat Cloud Gaming mit Netflix zu tun?

Um tatsächlich über eine Cloud spielen zu können, bedarf es einem Anbieter. Playstation Now hat beispielsweise Cloud Games im Angebot und auch über den Xbox Games Pass kann das Cloud Gaming getestet werden. Haben Spieler beispielsweise für Letzteres ein Abo abgeschlossen, können diese auf eine Auswahl von über 100 Cloud-Games zugreifen. Genau wie Filme und Serien auf Netflix gestreamt werden, können also auch Spiele über den Games Pass gestreamt werden.

Die Veränderung für die browserbasierten Spiele

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei browserbasierten Spielen in der Regel um Games mit geringer Rechenleistung. Glücksspiel, Quizze oder kleine Puzzle-Spiele können sogar von mobilen Geräten gespielt werden, da die Anforderungen nicht besonders hoch sind. Wird die Rechenleistung durch Cloud Gaming nun aber von einem externen Server übernommen, bestünde sehr wohl die Möglichkeit, auch anspruchsvollere Spiele im Browser zu spielen.

Fraglich ist hier jedoch, ob die Pro-Gamer tatsächlich die hauptsächliche Zielgruppe von Cloud Gaming Plattformen sind. Vermutlich ist es irgendwann in der Zukunft möglich, die Herausforderungen der geringen Latenzzeit und langsame Internetverbindungen zu überwinden, doch wird es bis dahin vermutlich noch etwas dauern. Bis dahin sieht es fast so aus, als hätte Cloud Gaming eine andere Zielgruppe im Visier ? und zwar die Hobby-Spieler.

Tatsächlich spielen immer mehr Menschen, Männer als auch Frauen aller Altersgruppen hin und wieder kleinere Spiele. Spiele, die keine lange Eingewöhnung brauchen und keine komplexen Fähigkeiten voraussetzen. Solche, die auch mal zwischendurch gespielt werden können. Viele solcher Spiele stehen dem Nutzer kostenlos zur Verfügung. Für Zusatzfeatures oder Ähnliches können dann sogenannte In-Game-Käufe getätigt werden, woran die Spielehersteller letztlich ihr Geld verdienen. Dieser Bereich der iGaming-Industrie zeigt sich sehr erfolgreich. Daher ist es denkbar, dass Cloud Gaming auch hier Fuß fasst.

Fazit

Cloud Gaming scheint vielversprechend zu sein und ein immenses Potenzial mit sich zu bringen. Spiele mit hohen Anforderungen auch ohne teure Gaming-PCs spielen zu können, ist ein attraktives Ziel. Fraglich ist, ob dieses bereits in naher Zukunft realistisch ist. Wer definitiv von profitieren wird, sind die Casual Gamer, die sich an gelegentlichen Browsergames erfreuen.

  • Quelle: Redaktion

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